Hybrid workplace

10 June 2022

Wie geht es im Arbeitsleben nach der Pandemie weiter?

Anfang 2020 war die Diskussion über mobiles Arbeiten zwar bereits im vollen Gange, aber sie wurde von der Breite der Arbeitgeber:innen und Arbeitnehmer:innen eher als technologiegetriebene Diskussion wahrgenommen. In den großen Technologiekonzernen wurde der Hybrid workplace eingeführt und er hat sich etabliert, Leuchtturmprojekte von Apple, Google, Cisco und Microsoft haben eine gewisse Popularität erlangt. Wer jedoch durchgängige, auf definierten Rechtsgrundlagen basierende Lösungen und Organisationsformen erwartet, sucht auch heute noch vergebens.

Plötzlich kam „Corona“: Auf einmal war alles möglich, die Politik entschied sich grundsätzlich für einen Lockdown und ob man wollte oder nicht, man saß zu Hause und machte „Homeoffice“, „Mobiles Arbeiten“, Hybrides Arbeiten“ oder wie die Wortschöpfungen auch alle hießen. Grundsätzliche Regelungen der Arbeitszeit, der Arbeitssicherheit und des Datenschutzes traten außer Kraft, obwohl das sicher so niemand gewollt hat.

Im Ergebnis hat das Ganze dann viel besser funktioniert als die meisten das erwartet haben. Was aufzeigt, dass pragmatisches Vorgehen noch nie geschadet hat; unter der Bedingung, dass die auftretenden Mängel, organisatorischen Lücken und Sicherheitsaspekte für ein hybrides Arbeitsplatzmodell zeitnah nachgebessert werden MÜSSEN.
Dazu sind wir alle aufgefordert, die Politik an erster Stelle. Und wie so oft, der Teufel steckt im Detail, auch beim mobilen Arbeiten.

 

Was sagt der Gesetzgeber zum Hybrid workplace – Modell?

Bereits die Definition, was ein hybrides Arbeitsplatzmodell ist, ist eine Herausforderung. Hier ist unsere Zusammenfassung dessen, was einer verständlichen Definition am Nächsten kommt:

Der Hybrid workplace - Arbeitsansatz hat das Ziel durch mehr Flexibilität und Technologieeinsatz eine Arbeitswelt zu schaffen, die dem einzelnen Mitarbeiter die Wahl lässt wann und wo er arbeitet und den Übergang zwischen den einzelnen Arbeitsplätzen nahtlos und sicher ermöglicht. Für den Arbeitgeber soll dies zu mehr Effizienz, mehr Teamwork und sinkenden Arbeitsplatzkosten führen.

Um die Bedürfnisse aller Beteiligten dabei nicht aus den Augen zu verlieren sind einheitliche Regelungen unerlässlich. Ob diese vom Gesetzgeber kommen müssen oder ob die Tarifpartner zu schnelleren und besseren Regelungen kommen, sei dahingestellt. Der Begriff einheitlich zeigt aber schon, dass zur Vermeidung eines Flickenteppichs politisch definierte „Leitplanken“ unerlässlich sind. Die vom Bundesarbeitsministerium angedachte Gesetzgebung zum mobilen Arbeiten zeigt bereits in ersten Entwürfen, welche Mammutaufgabe hier zu bewältigen ist. 
Oder wir tun das, was eigentlich alle vom Hybrid workplace - Gedanken erwarten, wir schaffen

  • Mehr persönliche Freiheit
  • Mehr Selbstbestimmtheit
  • Freie Wahl von Ort und Zeit
  • Höhere Mitarbeiterzufriedenheit
  • Steigende Effizienz
  • Sinkende Kosten je Arbeitsplatz
  • Abbau von bürokratischen Hürden

 

Jeden einzelnen dieser Punkte wird man als ein für sich akzeptables Ziel zum Hybrid workplace verstehen. Trotzdem schließen sich möglicherweise einzelne Punkte gegenseitig aus. Das ruft dann nach politischen Entscheidungen, die, weil sie Kompromisse sind, meist als kaum praktikabel für mobiles Arbeiten erscheinen.

 

Nach der Pandemie ist nicht wie vor der Pandemie

Hybrides Arbeiten - Am workplace und in der digitalen Konferenz

Die ausklingende Pandemie hat uns in die Situation gebracht, dass die staatlich verordneten Regeln so gut wie alle wieder aufgehoben wurden, ein Zurück zu „vor der Pandemie“ aber so gut wie ausgeschlossen ist, weil sowohl Arbeitnehmer als auch Arbeitgeber an der einen oder anderen Regelung gerne festhalten möchten.

An dieser Stelle tun sich die ersten Schwierigkeiten auf: Zumal nicht jeder Arbeitsplatz gleichermaßen für das hybride Arbeitsplatzmodell geeignet ist. Mit fortlaufender Digitalisierung werden die Handlungsmöglichkeiten auch hier bald zunehmen, aber für die Mitte der Gesellschaft, das Handwerk und den Mittelstand lassen sich die Modelle aus vielfachen Gründen nur sehr schwer umsetzen.

Zudem ist in kleineren Betrieben auf Grund schlanker Hierarchien die Arbeitszeitkontrolle wichtig und Begriffe wie Vertrauensarbeitszeit eher unterrepräsentiert. Das Lösen dieser Herausforderung hat entscheidenden Einfluss auf eine erfolgreiche Unternehmensentwicklung. Vor allen Dingen bei qualifizierten Mitarbeitern ist der Wettbewerb längst zu Lasten kleinerer Unternehmen eröffnet. Qualifizierte Mitarbeiter favorisieren mehrheitlich den Hybrid workplace. Somit sind entschlossenes Handeln und Pragmatismus das Gebot der Stunde.

Damit ist auf jeden Fall nicht gemeint was der Tesla Chef letzte Woche über Twitter verbreitete:

Mindestens 40 Stunden pro Woche im Büro sind Pflicht. Wer nicht kommt, "hat das Unternehmen verlassen".

Neben diesen zu lösenden „Softfacts“, hier ist die Geschäftsleitung gefordert, praktikable Vorschläge zu unterbreiten, ist natürlich die Frage zu klären ob die eingeführten Technologien den Anforderungen gerecht werden oder ob nicht an der einen oder anderen Stelle nachgebessert werden muss.

Ein Punkt soll an dieser Stelle noch einmal grundsätzlich geklärt werden: Es sind immer noch unzählige so genannte Fachberater und Fachplaner unterwegs die behaupten cloudbasierte Kommunikationslösungen sind schlecht, unsicher und teuer. Betrachtet man aber moderne Lösungen genauer, dann ist das Gegenteil der Fall. Abenteuerliche Behauptungen, wie -wenn das Internet ausfällt, kann man dann nicht mehr telefonieren- und ähnlicher Unsinn kosten den Anwender nur Geld, produzieren schlechte Lösungen und verhindern umfassende, langfristig nachhaltige Lösungen. Von der Energieeffizienz ganz zu schweigen.

 

Setzen Sie auf eine cloudbasierte Lösung für Ihren Hybrid workplace!

Unsere täglichen Erfahrungen bei unseren Kunden zeigen, dass gut geplante cloudbasierte Lösungen keine Totalausfälle produzieren und die Performance schlägt die von klassischen Lösungen um Längen. Das Thema Datensicherheit ist, wenn die Lösung in Deutschland gehostet wird, so stark kontrolliert, dass man im eigenen Unternehmen eher Fehler suchen sollte, anstatt zu unterstellen, dass die „Cloud“ im Grundsatz unsicher ist. Wir empfehlen zunächst einen Anforderungscheck durchzuführen. Das macht nicht viel Arbeit und zahlt sich später aus.
Die nachfolgenden Fragestellungen und Themen sollte dieser Check auf jeden Fall abklopfen:

  • Wo soll hybrides Arbeiten grundsätzlich erlaubt sein?
  • Sind die bekannten Stellen so an das Firmennetzwerk angebunden, dass private und geschäftliche Anwendungen am Hybrid workplace strikt getrennt sind? 
  • Ist sichergestellt, dass die Erreichbarkeit sowohl im Büro, aber auch an den anderen Arbeitsorten oder auf dem Weg dorthin unterstützt ist?
  • Wenn Collaboration Tools zum Einsatz kommen sollen und die Videokommunikation das neue Telefonieren wird, muss der genutzte Hybrid workplace einem Qualitätscheck unterzogen werden. Die Laptopkamera ist ggf. für unterwegs noch akzeptabel, aber an Arbeitsstellen, an denen man sich länger aufhält, sind eine vernünftige Kamera und ein gutes Headset für die Sprachübertragung ein Muss.
  • In laufenden Konferenzen sollte das Telefon nicht störend reinklingeln. Hier sind integrierte Lösungen das bewährteste Mittel.
  • Die Technik für den Hybrid workplace ist immer nur so gut wie das vor Ort vorhandene Netzwerk: Falsche Konfigurationen, unabgestimmte Firewalleinstellungen und unwissende Servicetechniker sind Störquellen, die es von vornherein für hybrides Arbeiten auszuschließen gilt.

 

Wenn Sie also an dem Punkt angekommen sind über flexible Arbeitsplatzmodelle und mobiles Arbeiten nachzudenken oder Ihre aktuelle Lösung NICHT Ihre Anforderungen erfüllt, dann sprechen Sie mit uns. Sie können schnelle und kompetente Antworten und Lösungen erwarten. In unserem nächsten Blogbeitrag werden wir hier an konkreten Beispielen aufzeigen wie TCC mit solchen Aufgabenstellungen bei Ihren Kunden umgeht!